Bischof Stecher Gedächtnisverein

Bildungszentrum in Afrika

„Es braucht eine besondere Antenne des Herzens, sich im Wohlstand ein Feeling für die Armen zu bewahren.“

Aktuell sind weltweit über 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie flüchten vor Krieg, Terror, Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung. Sie flüchten, weil sie ihrer Existenz-grundlage beraubt sind und für sich und ihre Familien keine Perspektive mehr sehen. Sie flüchten nach Europa, weil sich nichts mehr zu verlieren haben. Es ist die Hoffnung auf ein besseres Leben, die sie treibt.

Wassertank

Bischof Reinhold Stecher hat uns die Verpflichtung zur Solidarität mit Menschen in Not ins Stammbuch geschrieben. Und er hat sie auch selber auf vielfältige Weise gelebt. So hat er die Arbeit der Schwesterngemeinschaft „Servantes du Christ“ („Dienerinnen Christi“) in Afrika unterstützt im Wissen, wie wichtig es ist, Menschen direkt vor Ort zu unterstützten und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Schon vor Jahren hat er den Bau eines Brunnens finanziert. Wir wollen jetzt an einem Bildungszentrum für junge Menschen in Niger mitbauen.

Die Ordensgemeinschaft um Gründerin Marie Catherine Kingbo errichtet in Tibiri am Stadtrand von Maradi ein Bildungs- und Sozialzentrum mit Kindergarten, Schule, Internat, und Krankenstation, holt Kinder und Jugendliche von der Straße, bringt ihnen Lesen und Schreiben bei und ermöglicht ihnen eine solide Ausbildung. Bildung ist auch in Afrika die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben ohne Hunger und Armut. Die Schwestern leisten Pionierarbeit, Bischof Stecher hat immer mit großem Respekt und großer Dankbarkeit davon gesprochen.

Teil des Bauobjektes

Treffen mit Vorstandmitgliedern

Begleitet wird das Projekt von unserem Vereinsmitglied Christine Hofinger. Frau Hofinger hält den Kontakt zu Schwester Marie Catherine und sorgt dafür, dass die Spenden an die richtige Adresse kommen.

Wenn auch Sie das Hilfsprojekt fördern und unterstützen möchten, dann schreiben Sie an: office@bischof-stecher-verein.at

Zur Geschichte:

Die ehemalige französische Kolonie und heutige Republik Niger in der Sahelzone ist einer der ärmsten Staaten der Erde und rutschte 2013 nach dem Human Development Index sogar auf den letzten Platz. Trotz der regelmäßig wiederkehrenden Hungersnöte hat das Land eine der höchsten Bevölkerungswachstumsraten der Welt (7,16 Geburten pro Frau; 3,9 % Bevölkerungswachstum pro Jahr). Durch die willkürlichen Grenzziehungen in der Kolonialzeit müssen acht Volksgruppen miteinander auskommen. Das wird zusätzlich durch Einflüsse aus den Nachbarstaaten Mali, Nigeria, Algerien, Lybien und Tschad erschwert, aus denen islamistische Terrororganisationen immer wieder in die Republik Niger Konflikte einbringen. Umso wichtiger ist die Arbeit der aus dem Senegal stammenden Schwester Marie Catherine Persévérance Kingbo mit ihrem 2006 gegründeten Orden „Fraternité des Servantes du Christ“: in Saé Saboue baute sie ein Getreidesilo zur Unterstützung in Hungersnöten, die das Buschland um Maradi alljährlich heimsuchen, in Dan Bako errichtete sie eine Sozialstation für Ernährung und medizinische Betreuung, wo Frauen und Kinder Hilfe finden, daneben eine Schule für Nähkurse und Alphabetisierung. 2014 entstand ein Schwesternwohnheim mit Kindergarten und Vorschule in Tibiri, sieben Kilometer nördlich von Maradi. Geplant sind noch eine Grundschule für 1200 Kinder, ein Waisenhaus, ein Internat, ein größeres Medikamentenlager, ein Schreibwarenladen und eine Bäckerei (für Anlernberufe).

Vor kurzem hat Sr. Marie Catharine in der von vielen Konflikten und unterschiedlichen Interessen bestimmten Region eine beeindruckende Friedensinitiative gestartet: Im Februar 2016 trafen sich auf ihr Betreiben die Ortsvorsteher aus 108 Dörfern und Imame aus 50 Dörfern in Tibiri, um gemeinsam über Fragen von Gerechtigkeit und Frieden, Bildung und Gesundheit zu beraten und um über eine gute, gemeinsame Zukunft nachzudenken.

Sr. Marie Catherine mit Kindern