Bischof Stecher Gedächtnisverein

Bischof-Stecher-Weg

„Wir dürfen auf dem Weg zum Heil die sanften Wellen der Schöpfung nicht vergessen. Auch wenn unsere Straße durch Supermärkte und Rechenzentren führt – ab und zu müssen wir ins Grüne abbiegen.“

Bischof-Stecher-Weg

Bischof Reinhold Stecher ist oft ins Grüne abgebogen, in die Natur. Um zur Ruhe zu kommen, um zu sich zu erholen. Auf Wanderungen, bei Berg- und Skitouren – alleine, mit Freunden oder Gruppen.
Er ist viele Wege gegangen, manche immer und immer wieder. Zum Beispiel den Weg vom Domplatz in Innsbruck bis nach Maria Waldrast und weiter auf die Serles. Auch den Weg zum Höttinger-Bild ist Bischof Stecher oft und gerne gegangen – betend, meditierend, staunend über die Wunder der Natur, dankbar für das Gute und Schöne in der Welt und im Vertrauen darauf, dass es einen Gott gibt, der niemanden fallen lässt und der mit seiner grenzenlosen Liebe alles und alle umfängt.

Johannes Maria Pittl, Fulpmes

Künstler Johannes Maria Pittl vor der Textstele bei der 1. Kreuzwegstation

Seit 2015 trägt der Weg den Namen des früheren Innsbrucker Bischofs. Texte von Bischof Stecher ergänzen die Kreuzwegstationen mit Bildern von Emmerich Buchberger (2003) und laden dazu ein, das Leben mit seinen Licht- und Schattenseiten, mit seinen Höhen und Tiefen in den Blick zu nehmen, nach dem Weg und dem Sinn zu fragen und nach Kraftquellen Ausschau zu halten.
Entworfen hat die Textstelen Johannes Maria Pittl, Maler und Bildhauer aus Fulpmes, gefertigt haben sie Schüler der HTL-Fulpmes im Auftrag des Bischof-Stecher-Gedächtnisvereins, der die Erinnerung an Bischof Reinhold Stecher lebendig halten will. Betreut wird der Weg vom Innsbrucker Verschönerungsverein.

Textstelen Bischof Stecher Weg

Schüler der HTL-Fulpmes fertigen die von Johannes Maria Pittl, Maler und Bildhauer aus Fulpmes, entworfenen Textstelen.

Gedanken von Bischof Reinhold Stecher zum Kreuzweg Jesu

1. Station: Jesus wird zum Tod verurteilt.
Jesus steht an der Seite aller, die Unrecht erleiden.
Er wird einmal alles Unrecht in Recht verwandeln.

2. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf sich.
Niemand sagt gerne Ja zum Kreuz.
Aber für den Herrn und mit Ihm auch für uns
wartet hinter dem Kreuz die Herrlichkeit.

3. Station: Jesus fällt das erste Mal unter dem Kreuz.
Auch der Sohn Gottes war als Mensch nicht allen Belastungen gewachsen. Wir müssen auch immer wieder unsere Grenzen annehmen.

4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter.
Der Herr hat auch dem liebsten Menschen, den er hatte, das Kreuz zugemutet. Hinter aller Last, die Er uns auferlegt, steht seine Liebe.

5. Station: Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen.
Für Simon war diese empörende Zumutung der Anfang vom Heil. Auch in dunklen Stunden hat der Herr nur unser Heil im Sinn.

6. Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.
Diese Situation ist eine alte, schöne Legende.
Wenn du einem Menschen hilfst, ist es keine Legende mehr, sondern Wirklichkeit.

7. Station: Jesus fällt zu zweiten Mal unter dem Kreuz.
Auch unser Lebensweg ist immer Stolpern und Versagen. Aber Gottes Gnade geht mit uns.

8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen.
Mitleid ist eine edle Regung. Aber etwas Gefühl ist zu wenig. Wir müssen aus den Katastrophen der Menschheit Verantwortung lernen.

9. Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz.
Der stürzende Welterlöser fängt unsere Stürze mit seiner Barmherzigkeit auf. Es gibt keine Sünde ohne Hoffnung auf Verzeihung.

10. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt.
Das Kleid ist immer auch ein Zeichen der Menschen-würde. Und wo immer man heute diese Menschen-würde zertritt, wird diese Station wieder beklemmende Realität.

11. Station: Jesus wird ans Kreuz geschlagen.
Auch mitten in diese Brutalität hinein fällt ein wunderbares Wort. „Vater, verzeihe ihnen,
sie wissen nicht, was sie tun!“

12. Station: Jesus stirbt am Kreuz.
Der Herr wird in diesem Augenblick der Bruder aller Sterbenden. Darum wird Er auch bei dir sein,
wenn es einmal so weit ist.

13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen.
Die trauernde Liebe der Mutter und das mutige Bekenntnis der Frauen und Männer, die ihn nach dem Tod ehren – das ist der tröstliche Ausklang des Karfreitags. Er wirft ein Licht auf alle Zeichen der Liebe auf unseren Friedhöfen.

14. Station: Jesus wird ins Grab gelegt.
Über dieses Grab wird der Tod nicht herrschen.
Und darum blüht über unseren Gräbern die Hoffnung auf ein ewiges Leben!

Geschichte des Höttinger Bildes

Das Höttinger-Bild war und ist ein beliebtes Ausflugsziel im Naherholungsgebiet Innsbrucks. Im Inneren der Kapelle (erbaut 1774) befindet sich ein Marienbild, das dem Ort seinen Namen gibt. Der Legende nach hat ein Student bereits im 17. Jahrhundert beim Höttinger-Bild Maria um Kraft für eine Prüfung gebeten. Bis zum heutigen Tag suchen hier Menschen Ruhe und Erholung, vielleicht auch Zuflucht bei der Gnadenmutter, Trost und Hilfe.

Informationen zu den liturgischen Angebotener halten Sie über das Pfarramt Hötting

pfarramt.hoetting@A1.net

Marienbild in der Kapelle am Höttinger Bild, Innsbruck

Das Marienbild in der Kapelle